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Ruhr.2010 schlägt Wellen KulturKanal Die zehn Anrainerstädte des Rhein-Herne-Kanals haben es sich zum Ziel gesetzt, für RUHR.2010 eine der bedeutendsten industriellen Wasserstraßen Europas für Mensch, Kultur und Freizeit zu erobern. Eröffnung am 20 März 2010 im Recklinghausen |
28.10.2009
Die Wandlung von der Schlagader des Kohletransports zum KulturKanal Dem Rhein-Herne-Kanal steht im Kulturhauptstadtjahr eine eindrucksvolle Wandlung bevor: zum KulturKanal. Dann bildet eine spektakuläre Wasserinszenierung im neu gestalteten Stadthafen Recklinghausen den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die die Wasserstraße in ein völlig neues Licht rücken werden – und das auf 70 Kilometern Länge von Duisburg über Oberhausen, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop bis nach Datteln. „KanalGlühen“ verspricht zum Beispiel ab April spannende Lichterfahrten, die den Kanal als Teil eines urbanen Lebensraumes künstlerisch in Szene setzen – ein zugleich hyperreales und utopisches Bild der Metropole Ruhr. Ein verbindendes Band erhält der Kanal ab Mai mit einer dauerhaften Freiluftausstellung von regionalen Künstlern an 15 Uferstandorten und und und…
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Der Rhein-Herne-Kanal Am 17. Juli 1914 wurde die 45,6 Kilometer lange künstliche Wasserstraße für die Schifffahrt freigegeben. Mittlerweile regulieren auf diesem Abschnitt noch fünf Schleusen den Wasserstand. Die Ost-West-Transportachse führt mitten durch die Metropole Ruhr und ist wesentliches Element des Emscher Landschaftsparks. Zwischen Emscher und Kanal liegt die 34 km lange Emscher-Insel. Vormals als Ruhrkohlekanal bekannt, ist der Kanal heute, mit jährlich 22.000 Schiffen aus 30 Nationen, vorrangig Transportweg für Mineralöl, Glas, Schrott und andere Waren.
Länge und Verlauf des KulturKanals Rund 70 Kilometer vom Innenhafen Duisburg über Rhein, Hafenkanal, Rhein-Herne-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal bis zum Dattelner Meer. |
Denkmälern der Industriekultur Der Rhein-Herne-Kanal ist lebendiger und sichtbarer Teil des Strukturwandels. Das Ufer ist gesäumt von Denkmälern der Industriekultur und touristischen Attraktionen, wie beispielsweise der Nordsternpark, Haus Ripshorst, die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, LWL – Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Gasometer Oberhausen, Duisburger Innenhafen – der Hafen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 – und vieles mehr. Neue Häfen und Marinas bieten immer attraktivere Möglichkeiten, auch die Vielfalt des Wassersports im Ruhrgebiet zu erleben und tragen zur positiven Entwicklung des Freizeitverkehrs bei. |
04.11.2009 |
Es ist eines der ganz großen Kulturhauptstadt-Projekte – mit Potenzial zum Publikums-Hit: |
Der KulturKanal! Die zehn Anrainerstädte des Rhein-Herne-Kanals haben es sich zum Ziel gesetzt, eine der bedeutendsten industriellen Wasserstraßen Europas für Mensch, Kultur und Freizeit zu erobern.
Ihre Strategie Durch Kunst, Kultur und langfristige Zusammenarbeit die Aufenthaltsqualität zu zeigen und zu gestalten. Der Rhein-Herne-Kanal bildet das Herzstück der 70 Kilometer langen Kanalstrecke, der im Kulturhauptstadtjahr eine eindrucksvolle Wandlung von der Schlagader des Kohletransports zum KulturKanal bevorsteht.
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Schon längst spielt der Kanal eine wichtige Rolle in der Freizeit vieler Menschen es wird campiert, geangelt, Rad gefahren – und sogar gebadet, was nicht erlaubt ist und doch geduldet wird. Ursprünglich als industrielle Wasserstraße konzipiert und industriellen Transporten vorbehalten, wird der Rhein-Herne-Kanal langsam auch von der Fahrgastschifffahrt erobert. Der Kanal führt mitten durch den Emscher Landschaftspark und ist damit Teil der grünen Mitte der Metropole Ruhr. Diese zentrale und grüne Lage sowie die unwiderstehliche Anziehungskraft des Wassers machen den Kanal zu einem Ort mit potenziell sehr hoher Aufenthaltsqualität. |
Der Kanal als kultureller Spielort Das Kulturhauptstadt-Projekt KulturKanal nimmt sich der Aufgabe an, dieses Potenzial gezielt zu gestalten und zu fördern – den Kanal als kulturellen Spielort zu nutzen ist eines der Mittel, ihn als öffentlichen Raum ins Bewusstsein zu rücken und aufzuwerten. Quasi im Kielwasser laufen die infrastrukturellen Entwicklungen: Neue Fahrgastschiffanleger, Freizeit- und Wohnquartiere, künstlerisch gestaltete Picknickplätze, Strandbars, Uferwege und Brücken sowie eine verstärkte Einbindung der Fahrgastschifffahrt und Kanalfeste bilden den Rahmen für eine Fülle von Ereignissen. |
Eröffnet wird am 20. März 2010 im Stadthafen Recklinghausen. Doch schon in den Tagen zuvor stehen ab 14. März etliche Events auf dem Plan der Auftaktwoche, darunter „KulturKanal – Die Fahrt der Bo(o)tschafter“ der Künstlerin und Projektautorin Billie Erlenkamp und eine spektakuläre Wasserinszenierung im neu gestalteten Stadthafen Recklinghausen. Ab April geht es mit „KanalGlühen: NON STOP CITY“ auf nächtliche Bootsfahrten, die den Kanal als Teil eines urbanen Lebensraumes mit Projektionen von Zeichnungen und Texten künstlerisch in Szene setzen: Erik Göngrich und raumlaborberlin entwerfen mit der Arbeit NON STOP CITY ein zugleich hyperreales und utopisches Bild der Stadt. |
Künstlerisches Leitsystem Im Frühsommer folgt die Eröffnung der dauerhaften Freiluftausstellung „Künstlerisches Leitsystem“. An 15 Uferstandorten wird durch die Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler ein verbindendes und bleibendes Element geschaffen. Auf dem Wasser verbinden Kulturschiffe die Orte am Kanal und befördern neben ihren Passagieren eine ereignisreiche Ladung aus Musik, Theater, Comedy, Film und Literatur. |
DAY OF SONG Ein weiteres Highlight des ersten Kulturhauptstadt-Halbjahres findet statt, wenn am 5. Juni die Metropole singt. Am DAY OF SONG setzen sich, flankiert von Sportbooten und musizierenden Kanuten, drei Schiffsparaden mit singender Besatzung in Bewegung, um gemeinsam mit den Chören am Ufer einen „ChorKanal“ erklingen zu lassen. Mitsingen unbedingt erwünscht! Nach dem Gastspiel der „ExtraSchicht“ am KulturKanal reicht der Spannungsbogen des Programms auch über das zweite Halbjahr: Pünktlich zu den Sommerferien gastieren die FilmSchauPlätze NRW mit Open-Air-Kino an exklusiven Orten entlang des KulturKanals. Im Juli lädt die Workshopreihe „Wasser verbindet“ Kinder ein, in Kunstcamps entlang des KulturKanals auf spielerische und künstlerische Weise ihre städtische Umgebung neu zu erfahren und ein gemeinsames Werk entstehen zu lassen. |
Das Abschlussfest Einen veritablen Abschluss feiert der KulturKanal im Herbst 2010. Zum Abschlussfest am 26. September im Duisburger Innenhafen sind mobile Konzerte der Duisburger Philharmoniker, begehbare Lichtarchitekturen und multimediale Performances geplant. Einen bild- und klanggewaltigen Schlusspunkt des KulturKanals 2010 setzt der Klangkünstler Christof Schläger am 1. Oktober in Herne. In einer einzigartigen Mischung aus Industrie, Technik und Kunst lässt er riesige Schiffshörner und tanzende Betonpumpen zu einem futuristischen Klangerlebnis ausholen. |
Eine Übersicht aller geplanten Veranstaltungen finden Sie hier... |
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Quelle/Foto: Ruhr.2010 |
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