Bedburg-Hau Schloss Moyland In einzigartiger Weise verbindet das historische Schlossensemble mit seiner weitläufigen Gartenanlage Architektur und Gartenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit modernen und zeitgenössischen künstlerischen Positionen. |
Das in seinen Ursprüngen mittelalterliche Wasserschloss wurde im ausgehenden 17. Jahrhundert im barocken Stil verändert und erweitert. 1740, als es im Besitz der preußischen Krone war, trafen sich dort Friedrich der Große und Voltaire zum ersten Mal. Neuer Schlossherr wurde 1766 die Familie von Steengracht, die auch den Umbau ab 1854 veranlasste. Kein Geringerer als der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner gestaltete das Schloss im neugotischen Stil. Bis 1945 diente Schloss Moyland der Familie von Steengracht als ständiger Wohnsitz und war beliebtes Ausflugsziel für Reisende am Niederrhein. Nach jahrzehntelangem Verfall begann man 1987 mit ersten Restaurierungen bis schließlich 10 Jahre später das Museum eröffnet wurde. |
Barocke Gartenelemente wie das Alleen- und Grabensystem bestimmen noch heute die Grundstruktur des Gartens. Zeitgleich mit der Umgestaltung des Schlosses im neugotischen Stil legte man im ausgehenden 19. Jahrhundert einen Garten im "gemischten Styl" an. In ihm verbinden sich Partien im Stil des "Englischen Gartens" mit Strukturen des "Architektonischen Gartens" zu einer situationsreichen Park- und Gartenlandschaft. Sie wurde parallel zum Wiederaufbau des Schlosses ebenfalls nach ihrem letzten historisch überlieferten Zustand wiederhergestellt. Heute befinden sich in dem Garten zugleich ein Skulpturenpark und ein Kräutergarten. |
Blick in den Blumengarten (Foto: Florian Monheim) |
Skulpturenpark Die Skulpturen des ausgehenden 20. Jahrhunderts fügen sich harmonisch in die historische Gartenanlage. Plastische Arbeiten, von kleinformatigen bis zu monumentalen Skulpturen, finden im Außenbereich ihre Einbindung in die abwechslungsreichen Gartenpartien. Dieses Miteinander von zeitgenössischen Kunstwerken und historischer Gartenkunst eröffnet vielseitige Bezüge zwischen Kunst und Natur. Es hebt die Kunst aus ihrem musealen Kontext und stellt sie in einen Dialog mit gestalteter Natur. Eduardo Chillida, Erwin Heerich, Gerhard Marcks, Joseph Jaekel oder das Künstlerpaar Kubach-Wilmsen sind mit ihren Werken im Skulpturenpark vertreten. |
Joseph Jaekel, Seiltänzerin, 1969/70, Kupfer getrieben, 153 x 164 x 45 cm (Foto: Maurice Dorren) In sich ruhende, konzentrierte Figuren, wie die "Seiltänzerin", charakterisieren die künstlerische Arbeit des Kölner Bildhauers Joseph Jaekel. Die meisten seiner Arbeiten sind aus getriebenen Metallen. |
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Kräutergarten Der Kräutergarten in der Parkanlage von Museum Schloss Moyland ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Er beinhaltet mehrere hundert Pflanzenarten und bietet einen Querschnitt durch die Geschichte der Kräuter-, Heil-, Nutz- und Duftpflanzen von der Antike bis heute.
Die Basis für diesen Kräutergarten bildet das handgemalte und -geschriebene "Anholter Kräuterbuch", das um 1470 entstanden ist. Lassen Sie sich von den Düften des Kräutergartens einfangen und erfahren Sie Einzelheiten zum historischen Hintergrund sowie allgemeine Informationen zum Anbau von Kräutern und der Anlage von Kräutergärten während einer einstündigen Führung durch den Kräutergarten. Nähere Informationen erhalten Sie unter +49 (0) 2824 / 9510 - 68.
(Foto: Blick in den Kräutergarten Foto: Stefan Möller)
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Zahlen und Fakten Das Schloss 1307 erste Erwähnung des mittelalterlichen Wasserschlosses; barocke Veränderungen im 17. Jahrhundert; seit 1766 im Besitz der Familie von Steengracht; 1854 Umbau im neugotischen Stil durch den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner; Verfall nach dem Zweiten Weltkrieg; 1987 bis 1997 Wiederaufbau unter der Leitung des Architekten Karl Ebbers (Hochbau) und der Gartenarchitekten Rose und Gustav (†) Wörner / Joachim Scheller (Park).
Die Stiftung 11. Juli 1990: Gründung der Stiftung Museum Schloss Moyland durch das Land Nordrhein-Westfalen, die Familie von Steengracht und die Brüder Franz Joseph und Hans (†) van der Grinten; Gründung des Fördervereins Museum Schloss Moyland e.V. erfolgte bereits am 15. Dezember 1987. |
Das Museum 24. Mai 1997: Eröffnung als Museum für Zeitgenössische Kunst, Sammlungsschwerpunkte: ehemalige Privatsammlung der Brüder Hans und Franz Joseph van der Grinten mit über 60.000 Exponaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter mit ca. 5.000 Arbeiten die weltweit größte Sammlung von Joseph Beuys. Angebote und Aktivitäten Ständige Sammlung und Wechselausstellungen, Joseph Beuys Archiv und Bibliothek, Historische Parkanlage mit Kräutergarten, Blumengarten und Skulpturenpark, Konzerte, Lesungen und Open Air-Veranstaltungen, Museumspädagogische Angebote und Führungen, Räumlichkeiten für Tagungen, Seminare, Konferenzen, Hochzeiten, Museumsladen, Museumsgastronomie, Kunsthandwerker- Weihnachtsmarkt |
Räumlichkeiten / Nutzfläche Ausstellungsfläche Ca. 3.570 m², Parkanlage: ca. 39.000 m² Räume für Gruppen zwischen 25 und 400 Personen, Kutschenrondell für bis zu 800 Personen, Schlosswiesen für bis zu 8.000 Personen. Zusätzliche Leistungen Veranstaltungstechnik (Beamer, Flip-Chart, Overhead- und Dia- Projektoren, Video, DVD, TV, Beschallungsanlage, mobile Bühnenelemente, Beleuchtung, Steinway-D-Konzert-Flügel) sowie Stellplätze für Pkw und Busse im Eingangsbereich . |
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Kontakt Stiftung Museum Schloss Moyland Sammlung van der Grinten Joseph Beuys Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen Am Schloss 4 D-47551 Bedburg-Hau www.moyland.de
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Öffnungszeiten ganzjährig geöffnet Sommer (1. April bis 30. September) Di bis Fr 11 bis 18 Uhr Sa und So 10 bis 18 Uhr Winter (1. Oktober bis 31. März) Di bis So 11 bis 17 Uhr
Montags geschlossen ! Ausnahmen: Feiertage und Rosenmontag Am 01.01., 24.12., 25.12. und 31.12. ist das Museum geschlossen.
Fast der gesamte Ausstellungsraum ist behindertengerecht. |
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Eintrittspreise Erwachsene 7,00 € Kinder, Jugendliche, (mit Ausweis:) Schüler, Studenten, Behinderte, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Sozialhilfeempfänger 3,00 € Gruppen ab 10 Personen pro Teilnehmer 6,00 € Gruppen ab 50 Personen pro Teilnehmer 5,50 € Schulklassen in Begleitung einer Lehrerin/eines Lehrers (Entgelt pro Teilnehmer) 1,50 € Jahreskarte 60,00 € Familientageskarte 15,00 € Familienjahreskarte 120,00 € Führung pro Gruppe 60,00 € Offene Führungen pro Einzelperson 2,00 € Führung pro Schulklasse (max. 25 Personen) 28,00 € Museumspädagogisches Programm für Schulklassen, Jugendliche und Kinder (zzgl. Eintritt pro Person) 40,00 € Museumspädagogisches Programm für Erwachsene (zzgl. Eintritt pro Person) 80,00 €
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Lageplan

Lageplan des Museumsgeländes (Foto: Florian Monheim) 1) Zwirnersaal 2) Joseph Beuys Archiv 3) Ständige Sammlung im Schlossgebäude 4) Grafisches Kabinett 5) Museumspädagogik 6) Open-Air-Veranstaltungen 7) Blumengarten 8) Kräutergarten 9) Museumsgastronomie 10) Caféterasse 11) Eingang Verwaltung 12) Museumsbibliothek 13) Ausstellungshalle für Wechselausstellungen 14) Museumsladen 15) Kutschenrondell |
Quelle/Fotos: Stiftung Museum Schloss Moyland |
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