Historischer Roman von Katerina Timm Hexenschwester
Erscheint am 2. Oktober 2009 |
Für ihre Zwillingsschwester Clara verzichtet die junge Lene auf die Liebe ihres Lebens. Sie selbst heiratet unglücklich. Als Clara der Hexerei bezichtigt wird, ändert sich ihrer aller Leben von Grund auf. Hessen im Dreißigjährigen Krieg: Die Winzerstochter Lene Kalkhof hat sich in den Buchbinder Velten verliebt genau wie ihre Zwillingsschwester Clara. Als Velten um Claras Hand bittet, verbirgt Lene ihre Enttäuschung. Niemand soll je erfahren, dass sie ihn liebt. Die Schwestern bleiben sich innig verbunden. Und Lene fügt sich in die Ehe mit dem Schuhmacher Contz. Aber dann hält auch im beschaulichen Städtchen Büdingen der Hexenwahn Einzug. Ein fesselnder historischer Roman über eine ungewöhnliche Frau in einer Welt voller Verrat und Aberglaube. |
Katerina Timm studierte in Marburg Psychologie. Sie lebt mit ihrem Mann im Südwesten Deutschlands. Im Frühjahr 2008 erschien bei Marion von Schröder der historische Roman Die Kosakenbraut. Mehr Informationen unter: www.katerinatimm. de |
Katerina Timm Hexenschwester Historischer Roman Verlag: Marion Von Schröder (1. Oktober 2009) 448 Seiten € (D) 16,90 │ € (A) 17,40│29,90 sFr ISBN 978-3-547-71137-0 Erscheint am 2. Oktober 2009
|
|
Das historische Büdingen Eine Plage schufen die Menschen, wie wir sagen würden, sich selbst: die Hexenverfolgungen. In Büdingen hatten sie 1562 begonnen und erreichten 1633/34 ihren Höhepunkt: 114 Frauen wurden hingerichtet, nachdem sie im Hexenturm gefangen gehalten worden waren. Hexenprozesse hat es in großen Teilen Europas gegeben. Wenn es den Menschen schlecht ging, suchten sie nach Gründen. Bei der großen Pest von 1350 warfen sie den Juden Brunnenvergiftung im wörtlichen Sinn vor – obwohl die Pest keinen Unterschied zwischen Juden und Christen machte! Jetzt warf man vor allem Frauen vor, im Bunde mit dem Teufel Unheil über Mensch und Vieh zu bringen. Auch Frauen aus sehr angesehenen Familien, die Witwe eines Pfarrers, die Frau eines Gymnasialrektors zum Beispiel, waren unter den Opfern. Gefoltert oder von der Folter bedroht legten die Frauen die sinnlosesten Geständnisse ab; nur wenige widerstanden. Heute können wir es uns kaum vorstellen, aber es ist erwiesen: die Hexenprozesse wurden in Büdingen wie anderswo nicht in erster Linie von der Obrigkeit angeordnet, sondern von der Bevölkerung gefordert! Mit einem Machtwort stellte sie der Graf ein paar Jahrzehnte später kurzerhand ab. Die Bilanz des Dreißigjährigen Kriegs in zwei Zahlen: vorher lebten in Büdingen 300 Familien, danach gerade noch 75. Quelle: http://www.buedingen.net/geschichte/stadtgeschichte1.asp
|
Quelle/Foto:
Ullstein Buchverlage |
|